Zweiter Vortrag

GA 156/1914-12-13/p036 ·1914-12-13 · original (original)
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Wenn wir die menschlichen Außengliedmaßen nehmen - Arme, Beine -, so haben wir es bei den Beinen zu tun mit Gliedmaßen, die direkt der Erdenentwickelung angehören, ganz hingeordnet sind zur Erde. Die Arme aber sind in ihrer normalen Entwickelung so, daß der Mensch, wenn er bloß der Erdenentwickelung gefolgt wäre, die Arme nur nach unten senken könnte. Indem er sie auch nach oben heben kann, lenkt er sie willkürlich zur Mondenentwickelung hin, das heißt, er gibt ihnen mit jeder Erhebung einen luziferischen Charakter. Derjenige, der fein empfinden kann, empfindet daher jede Armbewegung, die so ausgeführt wird (Arme nach vorne und aufwärtsgehoben) als etwas, was luziferischen Charakter hat. Fassen wir das ins Auge, und denken wir uns jetzt einen Menschen, der zugleich das Haupt neigt und die Hand hebt, aber so, daß diese beiden Bewegungen festgehalten werden in einer menschlichen Geste: der Mensch senkt das Haupt und hebt den Arm. Dieses Senken des Hauptes ist ein Entgegenwirken gegen die Luziferität des Kopfes, des Hauptes. Das Heben des Armes ist: ein Luziferisches in die Arme hineinbringen. Aber nun ist es so: Indem man in den Arm hinein Luzifer fahren läßt, und das gesenkte Haupt mit der Stirne auf den Arm stützt, erlöst man die Luziferkraft, die durch den Arm fließt, durch die Gegenwirkung der Christus-Kraft im Haupte. Man erlöst gleichsam Luzifer im Arme durch Christus im Haupte.

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Cite: GA 156/1914-12-13/p036 · edition original