Dritter Vortrag

GA 156/1914-12-19/p010 ·1914-12-19 · original (original)
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Für uns liegt die Notwendigkeit vor, uns diesen Weltenrätseln auch so zu nähern, wie wir uns gar vielem nähern müssen; es liegt für uns die Notwendigkeit vor, einmal in das Wesen der menschlichen Natur hineinzuschauen und zu fragen, woher dieses Rätsel kommt, warum es vorhanden ist. Daß es unendlich tragisch empfunden werden kann, haben gewisse Philosophen gezeigt, die geradezu verzweifelt sind an der Lösung dieser Rätsel, und die von einer Gottheit gesprochen haben, welche die Menschheit gleichsam irreführe in dem Chaos der Welterscheinungen und die menschliche Natur so angelegt habe, daß sie zu einer befriedigenden Weltauffassung nicht kommen könne.

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