Dritter Vortrag

GA 156/1914-12-19/p027 ·1914-12-19 · original (original)
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Auf diese Art sind wir in unserem alltäglichen Erleben ganz in einer Spiegelbilderwelt, und unser eigenes Sein ist in diese Spiegelbilderwelt hineinverwoben. Denn unser wahres Sein würden wir erfassen, wenn wir außerhalb unseres Leibes uns schwimmend fühlten im geistigen Sein, wenn wir fühlen würden: Jetzt ergreift dich einer der Angeloi; in dem webst du jetzt, du gehst auf in dem Reiche der Angeloi, gehst über in das Reich der Erzengel, in das Reich der Urkräfte und so weiter. - Da würden wir uns getragen fühlen in die Reiche der höheren Wesenheiten. Wir würden fühlen die Unsterblichkeit der Seelen und wissen: so wahr diese Wesen das Geschehen in der Welt von Weltalter zu Weltalter tragen, so tragen sie uns mit von Weltalter zu Weltalter. Aber dieses nimmt der Mensch im gewöhnlichen Leben nicht wahr. Er taucht unter in den physischen Leib, und das Erleben des eigenen Selbst im wahren Sein erstirbt während des Lebens im physischen Leibe, und es bleibt nur die Welt der Spiegelbilder.

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Cite: GA 156/1914-12-19/p027 · edition original