Dritter Vortrag
Ja, meine lieben Freunde, das tun wir, auf einem Gebiete unseres Lebens tun wir das. Das tun wir, wenn wir moralisch handeln. In dem Augenblicke, wo moralische Impulse unser Seelenleben durchzucken, in dem Augenblicke schaffen wir etwas in die Welt hinein, das ohne uns nicht da wäre. Indem wir die Welt vorstellen, haben wir nur Bilder; indem wir moralisch handeln, stellen wir Realitäten in die Welt hinein. Wir würden niemals dazu kommen können, mit unserer Moral in einer Welt zu leben, die schon an sich uns als wirklich entgegenträte. Denn da würden wir mit dem, was wir moralisch tun wollen, überall anstoßen an die Welt.
Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/156/1914-12-19/p030.json
Cite:
Cite:
GA 156/1914-12-19/p030 · edition original