Dritter Vortrag

GA 156/1914-12-19/p031 ·1914-12-19 · original (original)
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Nehmen Sie die Tiere. Die Tiere erleben die Welt ganz anders als die Menschen. Sie erleben sie nicht als eine Bilderwelt, sondern als eine Welt wirklicher Realitäten. Deshalb können die Tiere auch keine Moral entwickeln. Der Mensch kann Moral entwickeln, aus dem Grunde, weil er die moralischen Impulse selbst hineinstellen kann in die Welt, die sonst nur eine Spiegelbilderwelt ist. Was der Mensch als moralische Impulse hineinströmen läßt in die Welt, das strömt als eine von ihm ausgehende Wirklichkeit in die Welt hinein, Die Götter haben uns herausgestellt auf den physischen Plan und unser seelisches Erleben zu einer Welt der Irrealität gemacht, damit wir in die Lage kommen, die moralischen Impulse als Realität in die Irrealität hineinzustellen. Da haben Sie das Schaffen aus dem Nichts heraus, das Schaffen in das Nichts hinein durch Vorstellungen, die eben nur Bilder, nur Irrealitäten sind.

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