Dritter Vortrag
Wenn wir nochmals den schlafenden Menschen betrachten, so können wir sagen: Insofern dieser schlafende Mensch außerhalb seines physischen Leibes und seines Ätherleibes ist, erlebt er in der Welt der webenden Gedanken, in die hineinverwoben sind die Wesenheiten der höheren Hierarchien. Aber noch etwas anderes durchsetzt und durchströmt diese Welt. Was ist das? Die Wesen der höheren Hierarchien sind nicht bloß Gedankenwesen, sie sind reale Wesen, sie haben Substanz, und dasjenige, was sie als Substanz haben, das erleben wir nun nicht in unseren Gedanken, sondern in unserem Willen, namentlich in dem von der Liebe durchwalteten Willen. In unserem Willen, indem wir hineinstellen die moralischen Impulse in die Welt, die sonst für uns nur eine Bilderwelt ist, holen wir herunter die Substanz der höheren Wesen in unsere Welt. Was wir wirklich aus moralischen Impulsen heraus tun, heißt nichts anderes als die Substanz der Wesen der höheren Hierarchien in unsere Welt herunterholen.
Cite:
GA 156/1914-12-19/p032 · edition original