Dritter Vortrag

GA 156/1914-12-19/p035 ·1914-12-19 · original (original)
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Sie sehen, sehr real wird die Weltanschauung, die uns die Geisteswissenschaft gibt. Sie bringt uns zum Bewußtsein: Wenn du denkst, wenn du vorstellst, bist du das angezündete Licht der Cherubim. Wenn du handelst, wenn du etwas tust, wenn du den Willen entfaltest, dann bist du die Wärmequelle, die Feuerquelle der Seraphim. Wir schreiten durch die Welt, indem wir uns bewußt sind, daß wir darin nicht nutzlose Taugenichtse sind, sondern darinnenstehen in der Weltenordnung zum Nutzen der ganzen Weltenordnung, und indem wir uns bewußt sind, daß wir es auch in der Hand haben, in der Welt eine Quelle von Finsternis zu sein. Denn wollen wir dumpf und stumpf sein und nicht denken, dann vermehren wir die Finsternis, und die Folge davon ist, daß die Cherubim kein Licht haben. Sind wir schlecht und unmoralisch, so vermehren wir die Kälte in der ganzen Weltenordnung, und die Seraphim haben keine Wärme.

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