Fünfter Vortrag

GA 157/1915-01-19/p024 ·1915-01-19 · original (original)
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Da handelt es sich dann darum, daß wir den Weg finden, um durch dasselbe Begreifen, durch welches wir die Außenwelt begreifen, auch die geistige Welt zu begreifen. Aber diesen Weg haben wir ja gerade in diesen Tagen angegeben als den Weg, der innerlich verbunden ist mit der ganzen Mission des deutschen Volkes, insbesondere mit dieser Mission seit dem Ende des achtzehnten und dem Beginn des neunzehnten Jahrhunderts. Aber in den vorhergehenden Jahrhunderten hat diese Mission sich vorbereitet. Das ist das Eigentümliche, daß dasjenige, was der deutsche Geist getrieben hat in seinen Dichtern, seinen Künstlern und Philosophen, innig verbunden ist mit dem spirituellen Leben. Es handelt sich da wirklich darum, ohne Sympathie und Antipathie den Tatsachen kühn ins Auge zu schauen, wie sie sich vorbereitet haben, wie sie sich nach und nach herausgestaltet haben. Wir selber haben es ja erleben können, wie wir eines Tages eben einfach diese Notwendigkeit betonen mußten, im kontinuierlichen Fortschritt des Geisteslebens zu wirken. Denn warum?

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