Fünfter Vortrag

GA 157/1915-01-19/p029 ·1915-01-19 · original (original)
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Sie wissen, daß wir nach einiger Zeit, hoffentlich, wenn einiges gelingt, was bis jetzt noch nicht gelungen ist, in Dornach bei Basel einen Bau haben werden, wo wir in einer entsprechenden Umgebung unsere geistige Strömung werden pflegen können. Nun handelt es sich bei der Aufführung dieses Baues nicht darum, irgendwie die Notwendigkeit der Gegenwart zu fliehen, sondern ihn aufzuführen ganz aus den Notwendigkeiten der Gegenwart heraus. Da mußte zum Beispiel die Beleuchtung geschaffen werden aus den allerahrimanischesten Kräften der Gegenwart heraus, und diese sind: elektrische Beleuchtung, elektrische Beheizung und so weiter. Nun handelt es sich darum, durch die architektonische Form selber unschädlich zu machen, was dabei in Betracht kommt. Wäre man später einmal in den Bau hineingegangen, so hätte man um sich alles, was die ahrimanische Kultur der Gegenwart mit sich bringt. Aber nicht darauf kommt es an, daß es da ist, sondern daß man es nicht bemerkt. Man soll es eben nicht bemerken. Um das zu erreichen, haben sich einige Freunde gefunden, die dieses in einem abgesonderten Bau daneben aufführen, um ihm eine besondere Form zu geben, so daß die ahrimanisch-dämonischen Kräfte dahinein gebannt werden. Für jeden, der zu dem Bau kommen wird, auch für die, welche hineingehen, wird dadurch ins Bewußtsein heraufgehoben werden, daß dort die ahrimanischen Kräfte walten. Sobald man das aber weiß, sind sie nicht mehr schädlich. Denn es handelt sich darum, daß die dem Menschen abträglichen Kräfte ihre Abträglichkeit verlieren, wenn wir aufmerksam hinschauen auf die Orte, wo sie wirksam sind, wenn wir nicht gedankenlos hinschauen auf eine Maschine und sagen: eine Maschine ist halt eine Maschine, sondern eine Maschine ist ein Ort für ein dämonisch-ahrimanisches Wesen.

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Cite: GA 157/1915-01-19/p029 · edition original