Siebenter Vortrag
So war es, als in den letzten Wochen ein an Jahren älteres Mitglied von uns von dem physischen Plan hier gegangen ist. Ein älteres Mitglied, das sich durch eine längere, größere Anzahl von Jahren wirklich tief herzlich in unsere Bewegung eingelebt hat, für ihr Gefühl, für ihr Gemütserlebnis in sich belebt hatte dasjenige, was an Ideen, an Vorstellungen unsere Geisteswissenschaft geben kann. Mit ungeheurer Hingebung hatte sich die betreffende Persönlichkeit identifiziert in ihrer Seele mit alldem, was durch unsere Geisteswissenschaft wellt und wallt. Nun kam es darauf an, gewissermaßen sich diesem Eindrucke zu überlassen, der von dieser Seele ausging. Und merkwürdigerweise war es so, das konnte konstatiert werden, dafS sogar wenige Stunden, nachdem der physische Tod eingetreten war, nicht bloß gewisse Worteindrücke, sondern schon in hörbare, wirkliche Worte sich prägende Eindrücke wie eine Charakteristik der betreffenden Seele sich ergaben. Zu diesen Worten konnte nichts anderes getan werden als nur, daß möglichst der Versuch gemacht werde, rein aufzufassen dasjenige, was durch das eigene Innere die betreffende Seele sprach, denn man muß es durchaus ein solches Sprechen nennen. Und da waren es dann eben die Worte, die ich dann auch bei der Einäscherung sprach. Es waren die Worte, die, wie gesagt, nicht meine Worte waren, sondern die die Worte waren — und ich bitte genau die Worte zu erwägen, die ich nun gebrauche -, die von der betreffenden, durch den Tod gegangenen Seele herkamen:
Cite:
GA 157/1915-02-22/p013 · edition original