Siebenter Vortrag

GA 157/1915-02-22/p044 ·1915-02-22 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Dies ist etwas, was sich uns ergibt wie eine Art allgemeiner Erkenntnis aus solch intimen und uns nahegehenden Erlebnissen. Nach dem Tode, nachdem das ätherische Lebenstableau verschwunden ist, tritt eine Entwickelung, eine allmähliche EntwickeJung ein, die dadurch entsteht, daß wir mit unserem Leben, das wir aus den geistigen Welten nach und nach sich herausdäimmernd empfinden, daß wir mit unserem eigenen Leben hier auf der Erde bekannt werden. Denn das ist uns das einzige Streben nach dem Tode, nachdem das Tableau vorbei ist. Dasjenige, was in der geistigen Welt ist, das ist um uns. Womit wir aber vorzugsweise bekannt werden müssen, das ist unser eigenes Wesen. Und dabei kommen uns die Vorstellungen im wesentlichen zugute, die wir nur aus der Geisteswissenschaft kennen, denn die geben uns Orientierungsmittel für die geistige Erkenntnis. Daher können Sie es sehen an dem ersten Falle: Was als Selbstkritik auftrat, es war nur möglich mit dem aus der Geisteswissenschaft Aufgenommenen; so auf das eigene Wesen hinzuschauen, daß solche Worte sich erprägen konnten: «In Weltgedanken will ich weben das eigene Denken, daß klar es werde im Licht des ew’gen Werdelebens.» Das ist ja zusammengedrängt aus dem vielen, was in der Geisteswissenschaft ausgebreitet und was hier verwendet ist, um Selbstcharakteristik des eigenen Wesens zu geben. Oder «In Seelengründe will ich tauchen ergebnes Sinnen, daß stark es werde für Menschenwirkens wahre Ziele.»

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/157/1915-02-22/p044.json
Cite: GA 157/1915-02-22/p044 · edition original