Achter Vortrag

GA 157/1915-03-02_02/p009 ·1915-03-02 · original (original)
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Das ist Ihnen ja ganz geläufig, meine lieben Freunde, daß die Menschenseele wirklich in der geistigen Welt nur Erfahrungen, Beobachtungen machen kann, wenn sie sich nicht bedient des Instrumentes des Leibes. Alles dasjenige, was wir durch das Instrument des Leibes gewinnen können, alles das kann uns ja nur Erfahrungen, Erlebnisse geben, die in der physischen Welt vorhanden sind. Wollen wir Erlebnisse der geistigen Welten haben, so müssen wir die Möglichkeit finden, sie mit unserer Seele außerhalb unseres physischen Leibes zu machen. Nun steht wirklich dem Menschen der Gegenwart diese Möglichkeit offen, wenn sie auch schwierig ist, außerhalb seines Leibes die Beobachtungen der geistigen Welt zu machen. Außerdem ist es immer möglich, daß solche Beobachtungen der geistigen Welt, wenn sie gemacht werden, wenn sie einmal da sind, von dem anderen, der sie nicht machen kann, nach der wirklich gesunden Vernunft beurteilt werden können, nicht nur der Vernunft, die man eine gesunde nennt, sondern nach der wirklich gesunden Vernunft. Aber es soll heute gesprochen werden von dem Wege selbst, von der Art, wie die Menschenseele, man kann auf der einen Seite sagen, herauskommt aus dem physischen Leibe, und auf der anderen Seite, wie sie hineinkommt in die geistige Welt. Und da ich, wie gesagt — heute vor acht Tagen haben wir es von einem anderen Gesichtspunkte aus betrachtet -, diesen Weg heute vom imaginativen Erkenntnisstandpunkt aus betrachten will, so wird manches bildlich zu erörtern sein, was dann Ihrer Meditation überlassen bleibt, weiter zu verfolgen. Wenn Sie das tun, dann werden Sie sehen, daß dieser Erkenntnisweg ganz besonders von Bedeutung ist.

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