{"corpus":"steiner","locus":"GA 157/1915-03-02_02/p019","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Das zweite Tor nun ist das *Tor der Elemente*. Dieses Tor der Elemente, das wird derjenige, der wirklich eifrig der Meditation sich ergibt, als zweites durchmachen. Aber man kann auch gewissermaßen durch seine Organisation begünstigt sein und sogar an das zweite Tor kommen, ohne durch das erste gegangen zu sein. Das ist nicht gut für ein wirkliches Erkennen, aber es kann sein, daß man dahin gelangt, ohne durch das erste Tor hindurchgegangen zu sein. Ein wirklich sachgemäßes Erkennen ergibt sich nur, wenn man durch das erste Tor gegangen ist und dann an das zweite Tor bewußt tritt. Dieses zweite Tor, das ergibt sich in der folgenden Weise. Sehen Sie, wenn man durch das Tor des Todes gegangen ist, so fühlt man sich zunächst in gewissen Zuständen, von denen man sehen kann: sie sind wirklich äußerlich, in ihrer Wirkung auf den Menschen, in der Art, wie der Mensch sie darlebt, dem Schlafe ähnlich, innerlich aber sind sie ganz verschieden. Äußerlich ist der Mensch wie schlafend während solcher Zustände. Gerade dann, wenn der Gedanke begonnen hat zu leben, wenn er anfängt, sich zu regen, sich zu vergrößern, dann ist der äußere Mensch wirklich wie im Schlafe dabei. Er braucht nicht zu liegen, er kann sitzen, aber er ist wie im Schlafe dabei. Und so wenig, wie man äußerlich unterscheiden kann diesen Zustand vom Schlafe, so sehr ist er innerlich zu unterscheiden. Denn wenn man dann übergeht aus diesem Zustand in den gewöhnlichen Lebenszustand, dann merkt man erst: du hast nicht geschlafen, sondern du warst im Gedankenleben, genau so wie du darinnen bist jetzt, wo du wie gewöhnlich in der physischen Welt erwacht bist und durch deine Augen hinausschaust auf das, was leuchtet. Aber man weiß auch: Jetzt, wo du wach bist, denkst du, du machst die Gedanken, du setzest sie zusammen; aber kurz vorher, als du in jenem Zustande warst, machten sich die Gedanken durch sich selbst. Der eine kam an den anderen heran; sie klärten einander auf; es tritt der eine von dem anderen hinweg, und das, was man sonst macht im Denken, das hat sich da selbst gemacht. Aber man weiß: während man sonst ein Ich ist, das einen Gedanken an den anderen ansetzt, so schwimmt man gleichsam während dieses Zustandes in dem einen, schwimmt zu dem anderen hin, man ist damit vereinigt; dann ist man fort in einem dritten und schwimmt dann wiederum herbei; man hat das Gefühl: der Raum besteht eigentlich nicht mehr.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Achter Vortrag","site_heading":null,"date":"1915-03-02","location":null,"word_count":405,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/157/1915-03-02_02/p019","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/157/1915-03-02_02/p019"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/157/1915-03-02_02/p019","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"unit_kind":{"kind":"second_translation","base_unit":"GA 157/1915-03-02","note":"A second English translation of the same lecture as 1915-03-02.","same_lecture_as":"GA 157/1915-03-02"}}