Achter Vortrag
Man kann eben überall sehen, richtig sehen, wie dasjenige, was erschaut werden kann in der geistigen Welt, immer wieder und wiederum von neuem die reinste Bestätigung desjenigen abgibt, was auch wiederum durch die sogenannte Imaginationserkenntnis aus dieser geistigen Welt heraus eben im allgemeinen bekannt werden kann. Und das ist es, was man so möchte, daß es belebt werde, so recht belebt werde durch unsere geisteswissenschaftliche Bewegung: daß wir es nicht bloß zu tun haben mit einem Wissen von der geistigen Welt, sondern daß dieses Wissen in uns wirklich so lebendig werde, daß wir eine andere Art mit der Welt zu fühlen, mit der Welt zu empfinden uns aneignen, indem die Begriffe der Geisteswissenschaft in uns lebendig werden. Dieses innerliche Beleben der Gedanken der Geisteswissenschaft, das ist ja dasjenige, wie ich schon oft gesagt habe, schon wiederholt gesagt habe, was von uns im Grunde genommen gefordert wird, so gefordert wird, daß es unser Beitrag sein soll für die Weiterentwickelung der Welt, damit zusammenfließen die aus der Geisteswissenschaft heraus geborenen spirituellen Gedanken, die sich in die geistige Welt hinauferheben wie Leuchtekräfte, die dem leuchtenden Weltall zurückgegeben werden; damit das Weltall sich vereinige mit dem, was die durch die Pforte des Todes Gegangenen in unseren schicksalsschweren Tagen der geistigen Kulturbewegung der Menschheit einverleiben. Dann wird das eintreten, was einbegriffen ist in die Worte, mit denen wir auch heute wieder unsere Betrachtungen schließen wollen:
Cite:
GA 157/1915-03-02_02/p042 · edition original