Neunter Vortrag

GA 157/1915-03-09/p025 ·1915-03-09 · original (original)
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Nun gibt es einen anderen deutschen Dichter, Wilhelm Jordan, der öfter genannt wird, das Werk aber am wenigsten, durch das er sein Geistigstes gegeben hat: «Demiurgos.» Dieser «Demiurgos» — in den fünfziger Jahren ist das Werk erschienen - ist ein recht bedeutendes Werk, denn in diesem «Demiurgos» kommt wirklich zum Ausdruck, wie geistige Wesenheiten, geistige Mächte, gute und böse, herankommen an den Menschen, die die Menschenseele durchdringen und mit Hilfe der Menschen sich auf der Erde hier manifestieren. So daß, wenn wir einen Menschen vor uns haben, wir daran zu denken haben: dieser Mensch ist ja gewiß aus alledem bestehend, was wir kennen, aber herein in ihn wirkt das, was von höheren geistigen Wesen kommt. Und «Demiurgos» beruht zum großen Teil darauf, daß dieser Zusammenhang des Menschen mit der geistigen Welt dargestellt wird. In drei schönen Bänden stellt Jordan in seinem «Demiurgos» dies dar, wie geistige Wesenheiten hereinspielen in die Menschenseele. Das ist das Ringen mit dem Schlafe, der dann vollständig eintritt. Das sind Menschen, in deren Träume noch hereinkommt dasjenige, was sich die Menschheit durch Geisteswissenschaft erringen muß, aus dem süßen Schlummer der rein äußerlichen, positivistischen Erkenntnis heraus. Das müssen wir wirklich als einen solchen Prozeß} ansehen, daß sich da die Menschen durch spirituelle Träume in die Faulheit, in den Faulschlaf hineinbringen.

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