{"corpus":"steiner","locus":"GA 157/1915-04-20/p020","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn man die Gefühlstätigkeit des Menschen ins Auge faßt, braucht man nur zurückzugreifen bis zur Mondentwickelung und bei der Willenstätigkeit bis zur Erdenentwickelung. Sie werden dadurch manches verstehen. Menschen, welche ganz besonders geprägt sind von ihren früheren Inkarnationen her, nicht geschmeidig sind, sondern scharf geprägt sind, bei denen wird sich viel hineinpressen in den Organismus. Es werden Menschen sein, die ein fast automatisches Gedächtnis haben, aber produktiv werden sie nicht viel aus ihrem Denken heraus entwickeln. Während Sie also vorzugsweise mit dem physischen Leib zusammenbringen müssen die Erinnerungstätigkeit des Menschen, mit dem ätherischen Leib die Denktätigkeit, mit dem astralischen Leib die Gefühlstätigkeit des Menschen, werden Sie daher mit dem Ich zusammenbringen müssen vorzugsweise die Willenstätigkeit des Menschen. Der Mensch sagt nur dadurch zu sich Ich, daß er ein Willenswesen ist. Wenn er nur denken würde, so würde das Leben doch nur wie ein Traum ablaufen. Nun sind wir auf diese Weise, ich möchte sagen, ein organischer Zusammenhang von inneren Seelenbetätigungen, die sich im Laufe der Entwickelung in unser Seelenwesen hineingeprägt haben. Ich sagte mit Bezug auf unser Wollen, es habe sich erst während der Erdenentwickelung herausgebildet, auf dem Monde haben noch die geistigen höheren Hierarchien für den Menschen gewollt, die Angeloi. Dadurch war das ganze Wollen des Menschen während der Mondentwickelung ein solches, daß man, wenn man es wiederum in das hellseherische Bewußtsein zurückruft, zwar eine höhere Stufe erblickt, aber doch ein unwillkürliches Wollen beim Menschen, wie wir auf der Erde es bei der Tierentwickelung haben. Das Tier folgt notwendig dem, was in ihm kocht und brodelt, es ist in dem gemeinsamen Willen seiner Gattungswesenheit darinnen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Elfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1915-04-20","location":null,"word_count":266,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/157/1915-04-20/p020","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/157/1915-04-20/p020"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/157/1915-04-20/p020","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1915-04-20_02"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."}}