Zweiter Vortrag

GA 157a/1915-11-18/p013 ·1915-11-18 · original (original)
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Man kann diese Dinge nicht in derselben Weise bewahrheiten, wie man die äußeren Dinge bewahrheitet: indem man die Leute mit den Augen darauf stößt. Aber derjenige, der eine Empfindung hat für so etwas, wie ich es das letztemal angedeutet habe, der wird, wenn er auch nicht selbst in die geistigen Welten hineinschaut, fühlen, wie durch das Sich-gegenseitig-Stützen der geistigen Wahrheiten der Wahrheitswert erhöht wird. Deshalb will ich noch einmal darauf aufmerksam machen, wie es so sehr bedeutsam ist, wie auf der einen Seite durch jahrelanges Beobachten ein gewisser Gesichtspunkt herausgekommen ist, daß ein Drittel der Zeit unseres Lebens zwischen Geburt und Tod wiederum nacherlebt wird nach dem Tode, und nunmehr ein ganz anderer Gesichtspunkt aufgefunden wird: der Gesichtspunkt, daß wir eigentlich das Schlafesleben in einer besonderen Form durchleben während dieser Zeit, die wir das Kamaloka nennen, und daß diese Zeit auch ein Drittel des Lebens auf dem physischen Plan ergibt. Diese beiden Gesichtspunkte sind ganz unabhängig voneinander, von verschiedenen Ausgangspunkten aus gefunden worden. Und so haben wir auch bei anderen Gelegenheiten schon gezeigt, wie man von drei oder vier Gesichtspunkten aus immer zu demselben kommt. Da stützen sich die Wahrheiten gegenseitig. Dafür, meine lieben Freunde, muß man sich auch ein Gefühl erwerben! Und davon kann das dann ausgehen, wovon ich sagen möchte, daß es etwas gibt wie ein natürliches elementares Wahrheitsgefühl für diese geistigen Erkenntnisse. An das muß ich ja oft appellieren, sonst könnte ich nicht spätere, höhere Wahrheiten an den einzelnen Zweigabenden aussprechen.

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Cite: GA 157a/1915-11-18/p013 · edition original