{"corpus":"steiner","locus":"GA 157a/1915-11-20/p007","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun liegt aber natürlich im physischen Leibe wiederum der Ätherleib. Der Grieche wußte viel mehr noch von seinem Ätherleibe. Er spürte, wenn auch nur in einem leisen Anklang, wie der Ätherleib immer nachklingt den physischen Bewegungen des Leibes. Er verspürte noch, daß nicht bloß die physische Hand sich bewegt, sondern daß die Ätherhand sich mitbewegt und zugrunde liegt der physischen Bewegung. Das also ist verlorengegangen. Nun hat der Mensch aber, während er in dieser Griechenzeit war, das alles so durchgemacht, daß er viel intensiver sich in seinem Ätherleibe fühlte als jetzt. Das ist ihm nicht verlorengegangen. Wir haben das ja alle durchgemacht als Seelen, das steckt in unserem Ätherleib darinnen. Das steckt alles darinnen in konservierten Gedanken. Und wenn wir aus der Welt, in der wir sind zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, heraustreten, so lassen wir wie in einem Vergessen zurück alles dasjenige, was wir eigentlich vorher recht gut in unserem Ätherleibe haben beherrschen können. Indem wir jetzt so tief in unseren physischen Leib hineinstoßen, lassen wir das zurück, was wir uns in der Griechenzeit erworben haben. Sie sehen daraus schon, daß unser Ätherleib eigentlich sehr vieles enthält, wovon der Mensch jetzt nur kein Bewußtsein hat. Der Mensch entwickelt sein Bewußtsein jetzt hauptsächlich im physischen Leibe. Dadurch deckt er zu dasjenige, was in seinem Ätherleibe ist. Wäre dem Menschen all das Wissen von der inneren, menschlichen Organisation, das er in seinen Ätherleib hineingeheimnißt hat, bewußt, so würde er unendlich viel mehr wissen als jetzt. Denn dieser Ätherleib hat sich eine gewisse Vollkommenheit erworben, die größer ist, als der Mensch sich jetzt bewußt ist. Überhaupt ist in bezug auf den Ätherleib vieles zurückgedrängt, weil wir ihn eben nicht in der entsprechenden Weise zum Bewußtsein bringen; wir wissen vieles nicht von diesem Ätherleibe.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dritter Vortrag","site_heading":null,"date":"1915-11-20","location":null,"word_count":293,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/157a/1915-11-20/p007","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/157a/1915-11-20/p007"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/157a/1915-11-20/p007"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}