Dritter Vortrag

GA 157a/1915-11-20/p008 ·1915-11-20 · original (original)
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Unter anderem arbeitet im Ätherleib, wie Sie wissen, wiederum der Astralleib. Alles dasjenige, was der Ätherleib so arbeitet, muß natürlich durchdrungen gedacht werden vom Astralleibe. Wenn man alles das plötzlich heraufbringen könnte, was der Ätherleib enthält, so würde man unendlich viel gescheiter sein, als man es in der jetzigen Epoche ist, wo man ben mit seinem physischen Leibe kämpft. Denn dieser Ätherleib enthält zum Beispiel — natürlich ist der Astralleib daran beteiligt -— unendlich viele Weisheitsschätze. Die sind unten in unserer Seele, in dem Ätherleibe. Da sind vor allen Dingen eine Menge von Geschicklichkeiten, eine Menge von Wissensstoff. Zum Beispiel in bezug auf Geometrie: Ich habe schon einmal hier ausgesprochen, wie viel Sie unbewußt von Geometrie wissen. Es ist dies wirklich eine Wahrheit; denn wenn Sie Geometrie kennenlernen, so können Sie sie nicht außen von den Dingen her kennenlernen, sondern es holt sie der Mensch herauf, indem er das, was im Ätherleib ist, zum Bewußtsein bringt. Wenn er äußerlich Figuren aufzeichnet, so dienen sie nur als eine Anregung. Wenn ich ein Dreieck aufzeichne, von dem ich weiß, daß es 180 Grad hat, so weiß ich das aus dem Ätherleibe. Daß man die Figur aufzeichnet, das ist nur eine Spekulation auf die menschliche Faulheit. In Wahrheit wissen Sie alles, was Sie an Geometrie lernen können, unbewußt; das steckt da unten in den Tiefen des unbewußten Seelenlebens. Überhaupt, man glaubt gar nicht, wie gescheit man ist in den unterbewußten Seelentiefen. Wenn man es nur wüßte! Das Unheil der menschlichen Entwickelung liegt nicht darin, daß die Menschen wenig Weisheit in sich haben, sondern darin, daß sie die Weisheit nicht heraufholen können aus der eigenen Seele. Alle erzicherische Entwickelung beruht darauf, daß man die verborgene Weisheit heraufholt aus den Tiefen der Seele. Nun würden wir aber, wenn wir diese Dinge nicht so heraufholen müßten, doch unsere Entwickelung nicht fördern können, wie wir sie fördern sollen. Sehen Sie, wenn wir nicht zum physischen Leibe ein solches Verhältnis bekommen würden, wie wir es jetzt bekommen haben, so würden wir als furchtbar gescheite Kinder geboren werden, und es würde gar nicht viel kosten, verhältnismäßig früh dasjenige, was im Ätherleibe steckt, heraufzuholen. Aber der Mensch würde dann viel zu wenig Muhe darauf verwenden, die Weisheit zu erlangen. Dadurch würde sie zu wenig sein Eigentum sein, er wurde zu sehr ein Abklatsch sein der Weisheit. Die persönliche Aneignung erfolgt dadurch, daß wir ein solches Verhältnis zum physischen Leibe haben wie jetzt in der fünften Kulturperiode. Diese persönliche Aneignung macht erst, daß das Wissen zu unserem eigenen Wissen wird, und dann haben wir es für uns, wenn wir es auf diese Weise heraufholen. Das gilt in bezug auf den Ätherleib.

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Cite: GA 157a/1915-11-20/p008 · edition original