Dritter Vortrag
Also nicht nur, daß wir unseren Zusammenhang mit den übrigen Menschen in unserem Astralleibe haben als Weisheit, wir haben auch wirklich unseren Zusammenhang mit dem ganzen äußeren Leben, mit dem, was sich als Naturereignisse oder sonstige soziale Ereignisse abspielt, in die wir verwickelt sind. Was uns da verschlossen ist und sein soll, ist gut, sonst würden wir nichts lernen für die weitere Entwickelung. Aber im Astralleibe ist ein wirklicher Gedanke vorhanden, das heißt eine Art von Wissen für alles dasjenige, was unser Wesen in Zusammenhang zeigt mit den Ereignissen und Menschenelementen, in die hinein wir verwickelt sind. Die Menschen, sage ich, achten das im gewöhnlichen Leben eigentlich ziemlich wenig. Denn wenn uns irgend etwas zustößt, von dem man sagt, «es stößt uns eben zu», dann betrachtet man in der Regel dasjenige, was uns da zugestoßen ist, nur danach, daß es uns eben zugestoßen ist. Man zieht wirklich nicht in Erwägung, was geschehen ware, wenn einem das nicht gerade zugestoßen wäre. Ich will einen eklatanten Fall herausgreifen. Ein Mensch wird verwundet in einem Augenblick seines Lebens. Nicht wahr, im gewöhnlichen Leben denkt man: Nun, er ist verwundet worden. — Da schließt man ab. Was aber geschehen wäre, wenn der Mensch nicht verwundet worden wäre, darauf sieht man nicht. Denn, nicht wahr, durch eine Verwundung ändert sich das ganze Leben, alles Folgende geschieht anders. Aber der Astralleib durchschaut den ganzen Zusammenhang, indem er vor der Verwundung steht. Man kann sagen, der Astralleib ist hellsehend.
Cite:
GA 157a/1915-11-20/p011 · edition original