Dritter Vortrag

GA 157a/1915-11-20/p028 ·1915-11-20 · original (original)
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Es ist ja besonders schwierig, wenn man sich das Leben im Geistigen nur so vorstellen will wie ein etwas verdünntes irdisches Leben, sich mit dieser Vorstellung auszusöhnen, die man vom geistigen Leben erlangt: daß hier das physische Leben fortwährend bekannt ist von selbst; daß jenseits das Leben ist, das unbekannt ist; und daß auch davon das Gegenteil gilt im geistigen Leben. Man pflegt sich nicht gleich richtig vorzustellen, daß eigentlich, wenn man nicht etwas dazu tut, alles dunkel und finster ist im geistigen Leben, daf man alles erst zum Licht heraufholen muß und daß alles, was diesseits ist, von jenseits aus sichtbar ist — jenseits, das aber unser Diesseits ist —, und daß das Bedeutungsvolle, das beigemischt ist, in einem Sein-Sollenden besteht. Dies ist eine Vorstellung, die man sich erwerben muß, wenn man in richtiger Weise den Zusammenhang des physischen Lebens mit dem geistigen Leben einsehen will.

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