{"corpus":"steiner","locus":"GA 157a/1915-12-19/p009","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Es gibt innerhalb der Geschichte des Christentums eine Überlieferung, die wiederholt auftritt in den späteren Zeiten und in Gebrauch war in gewissen christlichen Gegenden durch Jahrhunderte hindurch. In alten Zeiten schon wurden in verschiedensten Gegenden, zumeist von den christlichen Kirchen aus, Darstellungen des Weihenachtsgeheimnisses den Gläubigen geboten. Gerade in diesen ältesten Zeiten wurde die Darstellung des Weihenachtsgeheimnisses begonnen mit einem Vorlesen, ja zuzeiten sogar mit einem Darstellen der Schöpfungsgeschichte, der Geschichte der Schöpfung, wie sie im Beginn der Bibel dargestellt wird. Es wurde zuerst dargestellt, gerade um die Weihnachtszeit, wie aus den Tiefen des Weltenalls heraus das Weltenwort ertönt ist, wie aus dem Weltenwort heraus nach und nach die Schöpfung entstand, wie Luzifer an den Menschen herangetreten ist, wie die Menschen dadurch auf eine andere Weise das Erdendasein begonnen haben, als das Dasein gewesen wäre, das ihnen ursprünglich vor dem Herantreten Luzifers bestimmt war. Es wurde die ganze Versuchungsgeschichte von Adam und Eva vorgeführt und dann gezeigt, wie gleichsam der alten vortestamentlichen Geschichte der Mensch einverleibt worden ist. Dann wurde erst im weiteren Verlauf hinzugesetzt, was mehr oder weniger ausführlich in Spielen dargestellt worden ist, die sich dann im 15., 16., 17., 18. Jahrhundert in mitteleuropäischen Gegenden zu solchen Spielen entwickelt haben, wie wir ein kleines davon jetzt eben gesehen haben.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Der Weihnachtsgedanke und das Geheimnis des Ich","site_heading":null,"date":"1915-12-19","location":null,"word_count":211,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/157a/1915-12-19/p009","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/157a/1915-12-19/p009"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/157a/1915-12-19/p009","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 157a/1915-12-19_02","ga":"157a","lecture":"1915-12-19_02","kind":"renderings","relation":"another translation or transcription of the same lecture"},{"locus":"GA 157a/1915-12-19_03","ga":"157a","lecture":"1915-12-19_03","kind":"renderings","relation":"another translation or transcription of the same lecture"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}