Der Weihnachtsgedanke und das Geheimnis des Ich

GA 157a/1915-12-19/p028 ·1915-12-19 · original (original)
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Ist es damit viel anders als mit derselben Sache auf einem ganz andern Gebiet? Haeckels Wissenschaft kann demjenigen, der so denkt, wie Haeckel heute denkt, zu einer Ablehnung jedes Sinnes des Erdendaseins werden. Sie kann dazu werden, daß? man aus dem, was heute so schmerzlich geschieht, beweisen will, daß das Erdenleben als solches keinen Sinn hat. Aber wenn man sie in unserer Art erfaßt - wir haben das öfter getan -, dann wird gerade dieselbe Wissenschaft der Ausgangspunkt, um zu zeigen, welch tiefer, großer Sinn in den Weitenerscheinungen von uns enträtselt werden kann. Aber dazu muß Geistiges in der Welt wirksam sein. Wir müssen uns mit Geistigem verbinden können. Weil die Menschen noch nicht verstehen, auf den Gebieten der Gelehrsamkeit jene Macht auf sich wirken zu lassen, die so wunderbar die Herzen, die Seelen erobert hat, daf} aus einer geradezu profanen Auffassung eine heilige Auffassung entstand beim Hinschauen auf das Weihnachtsgeheimnis, weil die Gelehrten das noch nicht erfassen können, weil sie noch nicht den Christus-Impuls mit dem verbinden können, was sie in der äußeren Welt sehen, ist es ihnen unmöglich, für die Erde einen Sinn, einen wirklichen Sinn zu finden.

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