Die Welt als Ergebnis von Gleichgewichtswirkungen. Vierter Vortrag

GA 158/1914-11-20/p022 ·1914-11-20 · original (original)
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Sehen Sie, damit hängt zusammen die Weisheit der Mephistopheles-Sage, daß die Verschreibung mit Blut geschieht. Faust muß sich dem Mephisto durch das Blut verschreiben, weil dieser nach dem Blute lechzen muß, weil er abgetrennt ist vom Blute. Geradeso wie der griechische Mensch der Sphinx gegenüberstand, die im Atmungssystem lebt, so steht der Mensch des fünften nachatlantischen Kulturzeitraumes dem Mephistopheles gegenüber, der im Nervenprozesse lebt, der kalt und nüchtern ist, weil er an Blutleere leidet, weil die Wärme des Blutes ihm fehlt. Und dadurch wird er zum Spötter, zum nüchternen Begleiter des Menschen.

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