Die Welt als Ergebnis von Gleichgewichtswirkungen. Vierter Vortrag

GA 158/1914-11-20/p040 ·1914-11-20 · original (original)
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Wenn wir diese zwei Gestalten oder vielmehr diese zwei Doppelgestalten: Ödipus und Sphinx, Faust und Mephisto, vor unser Auge hinstellen, so haben wir in typischer Weise vor uns die Evolution des vierten und des fünften nachatlantischen Zeitraums. Wenn einmal die Zeit kommen wird, wo man weniger darstellen wird als Geschichte die äußere Phantasmagorie, dasjenige, was als Abdruck des Außeren geschehen ist, sondern darstellen wird, was die Menschen erleben, dann wird man erst sehen, wie bedeutungsvoll und wichtig diese Grunderlebnisse des Menschen sind. Dann wird man erst bemerken, was im fortlaufenden Evolutionsprozeß wirklich lebt, wie übergeht die Geschichte, die äußere Phantasmagorie von derjenigen Darstellung, die gewöhnlich als Geschichte gegeben wird, in das, wovon die äußeren Ereignisse, wenn sie auch noch so bedeutungsvoll auftreten, im Grunde nur der äußere phantasmagorische Abdruck sind.

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