Der Durchgang Des Menschen Durch Die Todespforte - Eine Lebenswandlung

GA 159/1915-02-19/p012 ·1915-02-19 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Es ist wichtig, wenn wir uns wirklich gute Vorstellungen über das Leben nach dem Tode machen wollen, daß wir diese ganz andern Zeitbegriffe ins Auge fassen; daß wir einsehen, wie da die Zeit nicht etwas ist, von dem man sagen kann, es ist verflossen, und man erinnert sich an die Dinge, die in der Zeit geschehen sind, sondern das Verflossene steht da. Wie der Tisch dasteht und dieser Tisch nicht mitgeht, wenn ich dorthin gehe, wie ich auf ihn zurückschaue, so bleibt nach dem Tode .dasjenige, was geschehen ist, was eben nur erinnert werden kann, da stehen, und der Tote schaut darauf zurück, wie man im Leibe auf die räumlichen Gegenstände zurückschaut. Das ist sehr wichtig, ins Auge zu fassen. Was weiter von ganz besonderer Wichtigkeit ins Auge zu fassen ist, das ist, daß wir wirklich in Verbindung bleiben, daß unser Erdenleben in Verbindung bleibt mit dem, was wir nachher zwischen dem Tod und einer neuen Geburt erleben; wenigstens in enger Verbindung bleibt bis zu dem Zeitpunkt, der im letzten Mysteriendrama als Mitternachtsstunde des geistigen Daseins bezeichnet worden ist.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/159/1915-02-19/p012.json
Cite: GA 159/1915-02-19/p012 · edition original