{"corpus":"steiner","locus":"GA 159/1915-02-19/p027","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"> Eine Hoffnung, uns beglückend:  \n> So betratest Du das Feld,  \n> Wo der Erde Geistesblüten,  \n> Durch die Kraft des Seelenseins,  \n> Sich dem Forschen zeigen möchten.\n> Lautrer Wahrheitliebe Wesen  \n> War Dein Sehnen urverwandt;  \n> us dem Geisteslicht zu schaffen,  \n> War das ernste Lebensziel,  \n> Dem Du rastlos nachgestrebt.\n> Deine schönen Gaben pflegtest Du,  \n> Um der Geist-Erkenntnis hellen Weg,  \n> Unbeirrt vom Welten-Widerspruch  \n> Als der Wahrheit treuer Diener  \n> Sichern Schrittes hinzuwandeln.\n> Deine Geistorgane übtest Du,  \n> Daß sie tapfer und beharrlich  \n> An des Weges beide Ränder  \n> Dir den Irrtum drängten  \n> Und Dir Raum für Wahrheit schufen.\n> Dir Dein Selbst zur Offenbarung  \n> Reinen Lichtes zu gestalten,  \n> Daß die Seelen-Sonnenkraft  \n> Dir im Innern machtvoll strahle,  \n> War Dir Lebenssorg’ und Freude.\n> Andre Sorgen, andre Freuden,  \n> Sie berührten Deine Seele kaum,  \n> Weil Erkenntnis Dir als Licht,  \n> Das dem Dasein Sinn verleiht,  \n> Als des Lebens wahrer Wert erschien.\n> Eine Hoffnung, uns beglückend:  \n> So betratest Du das Feld,  \n> Wo der Erde Geistesblüten  \n> Durch die Kraft des Seelenseins  \n> Sich dem Forschen zeigen möchten.\n> Ein Verlust, der tief uns schmerzt,  \n> So entschwindest Du dem Feld,  \n> Wo des Geistes Erdenkeime  \n> In dem Schoß des Seelenseins  \n> Deinem Sphärensinne reiften.\n> Fühle, wie wir liebend blicken  \n> In die Höhen, die Dich jetzt  \n> Hin zu andrem Schaffen rufen.  \n> eiche den verlaß’nen Freunden  \n> Deine Kraft aus Geistgebieten.\n> Höre unsrer Seelen Bitte,  \n> Im Vertrau’n Dir nachgesandt:  \n> Wir bedürfen hier zum Erdenwerk  \n> Starker Kraft aus Geistes-Landen,  \n> Die wir toten Freunden danken.\n> Eine Hoffnung, uns beglückend,  \n> in Verlust, der tief uns schmerzt:  \n> Laß uns hoffen, daß Du ferne-nah,  \n> Unverloren unsrem Leben, leuchtest  \n> Als ein Seelenstern im Geistbereich.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Der Durchgang Des Menschen Durch Die Todespforte - Eine Lebenswandlung","site_heading":null,"date":"1915-02-19","location":null,"word_count":307,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/159/1915-02-19/p027","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/159/1915-02-19/p027"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/159/1915-02-19/p027","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}