{"corpus":"steiner","locus":"GA 159/1915-02-19/p045","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Fruchtbar gemacht hier auf Erden wird es besonders dadurch werden, daß eine Brücke, eine Verbindung geschaffen wird zwischen den Lebendigen, den im physischen Leibe verkörperten Seelen hier auf der Erde und den Seelen, die oben sind und herunterstrahlen wollen dasjenige, was sie mit hinaufgenommen haben. Und hier ist es, wo so recht das wirkliche Verständnis der Geisteswissenschaft an unser Herz schlägt und uns auffordert, dasjenige zu tun, was wir aus dem Bewußtsein heraus, das wir uns durch Geisteswissenschaft angeeignet haben, tun können, was wir empfindend tun können, damit die großen, schicksalerregenden, schmerzausgießenden Ereignisse der gegenwärtigen Zeit, soweit es an uns liegt, zur Fruchtbarkeit und zum Heile der Menschheit ausschlagen. Diejenigen, die etwas wissen von der Geisteswissenschaft, können fühlend wissen und wissend fühlen, wodurch die Brücke geschaffen wird hinauf in die geistige Welt: dadurch daß von den Seelen, die unten geblieben sind, die Gedanken und die Empfindungen hinaufgeschickt werden, die durch Geisteswissenschaft entzündet werden können. Der Horizont dazu wird sein ein Friedenshorizont. Oben werden die Seelen sein, die geistige Lichtstrahlen werden heruntersenden wollen. Unten müssen Menschen sein, die gelernt haben, aus ihren Seelen solche Gedanken und Empfindungen hinaufzusenden, welche durch Geisteswissenschaft angeregt werden. Dann, wenn es wirklich Seelen geben wird, die geistbewußt den Sinn ins Geisterreich lenken, dann wird die Brücke geschlagen sein, dann wird die Zeit gekommen sein, wo gerade durch solche schmerzausgießenden, schicksaltragenden Ereignisse, wie sie sich in unserer Zeit abspielen, ein inniges Band gewoben werden muß zwischen der physischen Welt und der geistigen Welt, zu der wir hinstreben durch unsere Geisteswissenschaft.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Der Durchgang Des Menschen Durch Die Todespforte - Eine Lebenswandlung","site_heading":null,"date":"1915-02-19","location":null,"word_count":253,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/159/1915-02-19/p045","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/159/1915-02-19/p045"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/159/1915-02-19/p045","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}