Das intime Element der mitteleuropäischen Kultur und das mitteleuropäische Streben

GA 159/1915-03-07/p021 ·1915-03-07 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

So nahe ist die Geistesentwickelung im 19. Jahrhundert dem, was angestrebt werden muß, aber so ferne zugleich ist sie, weil sie zwar gleichsam hingestoßen wird aus dem Inneren zu dem, was angestrebt werden soll, aber nicht in das Tiefere hinein kann, da sie es als absurd ansehen muß, da sie sich davor wirklich fürchtet, ganz kolossal fürchtet. Sobald es ihr nur aufstößt, was da kommen soll, fürchtet sie sich. Zu sich kommen muß das mitteleuropäische Geistesleben, dann werden wir es erlangen, daß aus diesem mitteleuropäischen Geistesleben heraus gerade das sich entwickelt, was die Furcht überwindet. Zu stark ist dasjenige geworden, was dieses mitteleuropäische Geisteslicht unterdrücken will.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/159/1915-03-07/p021.json
Cite: GA 159/1915-03-07/p021 · edition original