{"corpus":"steiner","locus":"GA 159/1915-03-07/p028","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Ohne Hochmut, ohne Überhebung, ohne nationalen Egoismus kann man also auf dasjenige, was mit Leib und Blut und Seele die Söhne Deutschlands und Mitteleuropas überhaupt zu verteidigen haben, hinschauen. Doch muß man sich auch dessen bewußt werden. Dann allein kann aus den ungeheuren Opfern, die gebracht werden müssen, aus den Leiden, die erfließen, folgen, was zu der Menschheit Heil ist. Denn wir stehen an einer wichtigen Schwelle, an einer bedeutungsvollen Schwelle, und man könnte diese Schwelle in der Menschheitsentwickelung so charakterisieren, daß man sagt: In der Zukunft muß der Abgrund überbrückt werden zwischen dem Physischen und dem Geistigen, zwischen dem physisch Lebendigen und dem geistig Lebendigen, zwischen dem Irdischen und dem, was jenseits des irdischen Todes liegt. Die Zeit muß gewissermaßen über uns kommen, wo uns nicht nur die Seelen lebendig sind, die im physischen Leibe herumwandeln, sondern wo wir uns eingegliedert fühlen jener größeren Welt, der auch angehören die Seelen, die zwischen Tod und neuer Geburt entkörpert in der Welt leben, die wir im großen Stile die unsrige nennen. Hinausgerichtet werden muß der Blick der Menschen über das, was nur sinnlich-physische Augen sehen können. An der Schwelle zu diesem neuen Erleben, zu diesem neuen Bewußtsein stehen wir in der Tat. Und was ich Ihnen sagte von dem Erweitern des Bewußtseins, von dem Höherhinaufentwickeln des Bewußtseins, das muß eine geläufige Anschauung werden. Die mitteleuropäische Kultur ist vorbereitet dazu, dies zu einer geläufigen Anschauung zu machen; sie ist wirklich dazu vorbereitet.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Das intime Element der mitteleuropäischen Kultur und das mitteleuropäische Streben","site_heading":null,"date":"1915-03-07","location":null,"word_count":240,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/159/1915-03-07/p028","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/159/1915-03-07/p028"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/159/1915-03-07/p028","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}