Das intime Element der mitteleuropäischen Kultur und das mitteleuropäische Streben
Ein anderer Fall, den wir in der letzten Zeit erlebten, ist der unseres lieben Freundes Fritz Mitscher. Wenn Fritz Mitschet auch den hiesigen Freunden weniger bekannt ist, so hat er doch unter vielen andern Anthroposophen gewirkt durch seine Vorträge, durch das, was er von Freund zu Freund in wunderbarer Weise geleistet hat durch die Art, wie er sich hineinfand in das anthroposophische Leben, so daß gerade seine Art angesprochen werden muß als mustergültig, als vorbildlich, vorbildlich aus dem Grunde, weil er, dessen Seelenkräfte darauf gerichtet waren, eine gelehrte Bildung durchzumachen und in sich aufzunehmen, bestrebt war, alles das, was er bemüht war, zu sammeln nach seiner Anlage durch Gelehrtheit, zu umfassen durch die intime Art seines Seelenlebens, es dann aber in seine geisteswissenschaftliche Weltanschauung einzufügen. Diese Art des Wirkens, sie brauchen wir insbesondere, indem wir in segensreicher Weise der Zukunft dasjenige entgegentragen wollen, was die geisteswissenschaftlichen Ideale sind. Menschen brauchen wir, welche mit Verständnis zu durchdringen versuchen, was Zeitbildung ist, um es einzutauchen in den Strom der spirituellen Bildung; die gewissermaßen das Opfer darbringen, die Zeitbildung einzutauchen in den Strom des Spirituellen. Auch da - und ich spreche ja nur von Dingen, die sich durch das Karma mit Notwendigkeit ergeben haben — hat es das Karma mit sich gebracht, daß ich bei der Einäscherung zu sprechen hatte. Und auch da, aus innerer Notwendigkeit heraus hat es sich ergeben, das Wesen unseres lieben Freundes wieder zu charakterisieren am Anfang und am Ende der Einäscherungsrede. Und ich mußte dieses Wesen also charakterisieren:
Cite:
GA 159/1915-03-07/p037 · edition original