{"corpus":"steiner","locus":"GA 159/1915-03-13/p004","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nur derjenige wird in den gegenwärtigen Ereignissen recht darinstehen, der diese Ereignisse in einem so bedeutsamen Licht sieht, wie dies nur irgend möglich ist. Oftmals werden sich Freunde, die in unseren Reihen sind, gefragt haben, warum in den letzten Jahren in unserem Kreise zuweilen davon gesprochen worden ist, daß in den Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts Zeiten kommen werden, auf die wir mit einer besonderen Aufmerksamkeit vorausblicken müssen, weil die Kinder und Kindeskinder derer, die jetzt leben, wichtige und gewaltige,aber auch tragische und schmerzende Ereignisse werden zu durchleben haben. Denen, welchen es heute obliegt, etwas mitzugeben, um die Seelen der Kinder und Kindeskinder aufrechtzuerhalten gegenüber dem, was über die Menschheit des 20. Jahrhunderts kommen wird, muß bewußt sein, daß dieses Mitzugebende eine starke innere geistige Kraft sein muß. Viel, viel mehr als wir uns heute schon im gewöhnlichen Leben vorstellen können, werden unsere Nachkommen des 20. Jahrhunderts starke innere, die Seele haltende Kräfte brauchen, um fortzutragen die Güter der Menschheit, die in der Menschheitsentwickelung durch Jahrhunderte und Jahrhunderte angesammelt worden sind. Und noch ganz andern Stürmen des Lebens werden die Nachkommen der jetzt lebenden Erdenmenschheit ausgesetzt sein. Ich sagte, man hat sich manchmal wundern können, wenn das in unseren Reihen so gesagt worden ist. Vielleicht kann aber jetzt eine Empfindung davon entstehen, wenn wir bedenken, daß wir in den größten kriegerischen Ereignissen, den furchtbarsten kriegerischen Ereignissen darinstehen, die jemals die Menschen betroffen haben, seitdem die Menschheit eine bewußte Geschichte auf dieser Erde durchlebt.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Das Eingreifen des Christus-Impulses in das geschichtliche Geschehen - Die Überbrückung der Kluft zwischen Lebenden und Toten","site_heading":null,"date":"1915-03-13","location":null,"word_count":242,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/159/1915-03-13/p004","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/159/1915-03-13/p004"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/159/1915-03-13/p004","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}