Das Eingreifen des Christus-Impulses in das geschichtliche Geschehen - Die Überbrückung der Kluft zwischen Lebenden und Toten

GA 159/1915-03-13/p014 ·1915-03-13 · original (original)
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Nun, wenn man nur äußerlich beachtet und ins Auge faßt, wie von längerer Zeit her, bevor das geschehen war, sich alles zusammenschob, so daß der Knabe, der sonst immer einen etwas andern Weg gegangen war, wodurch er auf der rechten Seite am Wagen vorbeigegangen wäre, damals aber so ging, daß er an der linken Seite vorbeikam, wo ihn der Wagen gerade überfallen mußte, wenn man bedenkt, daß er etwas aufgehalten war in der wohlwollendsten Weise, so daß er etwa eine Viertelstunde später weggegangen ist — er hatte in der sogenannten Kantine etwas für das Abendbrot geholt -, so daß er später weggegangen ist, als er eigentlich wollte, wenn man bedenkt, daß das Ganze sich so vollzogen hat, daß es eigentlich wirklich auf ein paar, ja kaum ein paar Minuten ankam, daß der Knabe gerade an der Stelle war, wo der Wagen umfiel, und daß das Ganze nicht beachtet wurde; von gar nicht ferne schauten Leute zu, wie der Wagen umfiel, aber von dem Knaben hatte man nichts gesehen, wenn man das alles bedenkt, dann wird man schon äußerlich anerkennen, wie das im eminentesten Sinne ein Beispiel ist für eine leicht sich vollziehende logische Täuschung, der sich der Mensch hingeben kann.

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