{"corpus":"steiner","locus":"GA 159/1915-03-13/p016","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Wenn wir nun aber mit dem Blick des Sehers auf das Leben dieser Seele hinschauen, dann wird uns gewiß erschütternd, ganz gewaltig erschütternd, aber zu gleicher Zeit beleuchtend die göttlich-geistigen Geheimnisse der Welt, etwas aufgehen können, was bedeutsam ist. Es dauerte nicht lange nach des Knaben Tod, so war die ganze Aura des Dornacher Baues verändert. Und indem ich dieses sage, sage ich Ihnen etwas, was mit meinen Erfahrungen zusammenhängt. Wenn man selbst zu arbeiten hat für den Dornacher Bau der Anthroposophischen Gesellschaft, wenn man dasjenige einzuleiten hat, was dort auszuführen ist, dann weiß man, was man den helfenden Kräften verdankt, die aus einer solchen Aura in die Seele hereinwirken. Seit jenen Tagen ist mit der Aura des Dornacher Baues wirklich verbunden, echt verbunden dasjenige, was der noch unverbrauchte Ätherleib des Knaben war. Denn der Ätherleib ist ja dasjenige, was vom Menschen abgelegt wird. Die Individualität, aus dem Ich und Astralleib bestehend, geht dann weiter, das ist etwas anderes. Aber der Ätherleib, wenn er in so zartem Kindesalter abgelegt wird, hat Kräfte in sich, die noch jahrzehntelang den physischen Leib und das physische Leben hätten versorgen können. Nun sind diese Kräfte unverbraucht durch die Pforte des Todes gegangen. Sie werden nach einigen Tagen abgelegt. Und diese Kräfte wirken nun gerade mit der Aura des Baues zusammen. Man kann also nicht sagen, daß es bei dieser Individualität die Seele selbst ist, sondern es ist der unverbrauchte Ätherleib. Nichts geht auch in der geistigen Welt verloren. Der Physiker weiß, daß nichts verlorengeht von physischen Kräften, daß sich die Kräfte nur verwandeln. Auch in der geistigen Welt haben wir verwandelte Kräfte zu suchen, unverbrauchte Ätherkräfte, die von frühverstorbenen Menschen in die geistige Welt hinaufgehen. Wir kommen diesen Dingen nah, wenn wir an konkreten Fällen diese Dinge beobachten. Und nur aus diesem Grunde sei heute von solch konkreten Fällen zu Ihnen gesprochen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Das Eingreifen des Christus-Impulses in das geschichtliche Geschehen - Die Überbrückung der Kluft zwischen Lebenden und Toten","site_heading":null,"date":"1915-03-13","location":null,"word_count":308,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/159/1915-03-13/p016","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/159/1915-03-13/p016"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/159/1915-03-13/p016","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}