Das Eingreifen des Christus-Impulses in das geschichtliche Geschehen - Die Überbrückung der Kluft zwischen Lebenden und Toten
> In Weltenweiten will ich tragen > Mein fühlend Herz, daß warm es werde > Im Feuer heil’gen Kräftewirkens; > In Weltgedanken will ich weben > Das eigne Denken, daß klar es werde > Im Licht des ew’gen Werde-Lebens; > In Seelengründe will ich tauchen > Ergeb’nes Sinnen, daß stark es werde > Für Menschenwirkens wahre Ziele; > In Gottesruhe streb’ ich so > Mit Lebenskämpfen und mit Sorgen, > Mein Selbst zum höhern Selbst bereitend; > Nach arbeitfreud’gem Frieden trachtend, > Erahnend Welten-Sein im Eigensein, > Möcht’ ich die Menschenpflicht erfüllen; > Erwartend leben darf ich dann > Entgegen meinem Schicksalsterne, > Der mir im Geistgebiet den Ort erteilt.
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GA 159/1915-03-13/p021 · edition original