Das Eingreifen des Christus-Impulses in das geschichtliche Geschehen - Die Überbrückung der Kluft zwischen Lebenden und Toten
In einem noch andern Falle zeigte sich mir das durch den karmischen Verlauf der letzten Zeiten, als einer unserer Freunde in früher Jugend starb, der zu großen Hoffnungen gerade für unsere Bewegung berechtigt hat. Er starb im dreißigsten Jahr seines Lebens. Am 26. Februar würde er dreißig Jahre alt gewesen sein, kurz vorher starb er. Und dieser Freund, unser lieber Fritz Mitscher, er ist ja derjenige gewesen, der mit unendlicher, sich opfernder Hingabe dasjenige, was et, der eine Anlage zur Gelehrtennatur hatte, an Gelehrsamkeit erraffen konnte, geisteswissenschaftlich zusammenfaßte und damit in der Tat vor etwas stand, was für unsere Bewegung so notwendig ist: den Umfang unserer Wissenschaft so in sich aufzunehmen, daß man sie geisteswissenschaftlich durchdringt und geisteswissenschaftlich wiedergibt, so daß man voll auf dem Boden der wissenschaftlichen Gegenwart steht. Er war dazu gut vorbereitet. Auch wenn nun das Karma so verläuft, daß solche Seelen frühzeitig durch die Pforte des Todes gehen, so hat das seine Bedeutung im ganzen Weltenverlauf. Und wie es in den andern Fällen war - weil ich gerade durch das Karma dazu gedrängt war, bei der Bestattung zu sprechen -, so war es auch da, daß ich am Anfang und am Ende der Bestattungsrede Worte zu sprechen hatte, welche wiederum in derselben Weise gesprochen werden mußten, sich hineinversetzend in das Wesen der Seele, so daß die Worte wieder nicht willkürlich geprägt sind, sondern im lebendigen Zusammensein mit der durch den Tod gegangenen Seele gefaßt waren. Da mußte ich denn sagen:
Cite:
GA 159/1915-03-13/p024 · edition original