{"corpus":"steiner","locus":"GA 159/1915-06-13/p008","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Schwieriger schon ist eine solche Sache mit Bezug auf das Verhältnis von Ursache und Wirkung einzusehen, wenn man es mit Dingen zu tun hat, die mit der geistigen Welt zusammenhängen. So muß man sagen: In einem solchen Falle wie in dem Falle dieses Kindes, das wirklich durch so außerordentliche Umstände — die noch durch manches andere außerordentlich waren - seinen Tod findet, hat man von einem höheren Gesichtspunkte aus nicht daran zu denken, daß nun dieses geschehen sei: daß der Möbelwagen gekommen und umgefallen und das Kind zufällig unter den Wagen geraten ist; daß also der Wagen die Ursache für den Tod des Kindes sei. Vielmehr wird man in einem solchen Falle geisteswissenschaftlich in einer richtigen Weise denken, daß des Kindes Karma abgelaufen war, und daß im Grunde der Wagen an jene Stelle hingefahren ist, weil das Kind seinen Tod finden sollte; daß also der Wagen nur die äußeren Bedingungen herbeigeführt hat, um den Tod, der im Karma vorgezeichnet war, dem Kinde zu geben. Trivial könnte man sagen: Dasjenige, was des Kindes höheres Selbst ist, das durch die Pforte des Todes gehen wollte, habe sich die ganze Situation, die ganzen Geschehnisse, so bestellt. Gewiß wird es für den Menschen, der im Sinne unserer Zeit denkt, etwas ganz Wahnwitziges haben, von einer solchen Idee zu hören. Geisteswissenschaft muß uns eben zeigen, wie manches, was die materialistisch gesinnten Menschen der Gegenwart als wahnwitzig ansehen, gerade der Wahrheit entspricht.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Geisteswissenschaft als Gesinnung Der Ätherleib als Abspiegelung des Weltenalls","site_heading":null,"date":"1915-06-13","location":null,"word_count":236,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/159/1915-06-13/p008","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/159/1915-06-13/p008"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/159/1915-06-13/p008"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1915-06-13_02"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."}}