Geisteswissenschaft als Gesinnung Der Ätherleib als Abspiegelung des Weltenalls

GA 159/1915-06-13/p013 ·1915-06-13 · original (original)
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Wenn wir diese eben geschilderten Tatsachen uns vor die Augen führen, dann bekommen wir einen Eindruck davon, wie es mit einem Ätherleib ist, der sich von einem Menschenleben trennen muß, wenn dieses Leben in jugendlichem Alter mit dem Tode abgeschlossen wird. Nun ist es wichtig, zu berücksichtigen, daß uns eines Menschen Ätherleib nicht bloß etwa wie ein nebelartiges Gebilde bleibt, in das der physische Leib eingebettet ist. Erkennen wir ja auch einen physischen Menschenleib nicht dadurch, daß wir ihn bloß wie eine Masse von Muskeln und Knochen und so weiter beschreiben, sondern dadurch, daß wir ihn erkennen, wie er gewissermaßen wie eine Art Tempel der Gottheit, wie ein Mikrokosmos dasteht. Was am physischen Leibe ist, erkennen wir nur dann im rechten Sinne, wenn wir uns bewußt werden, daß die Formen, in die er geprägt ist, wirklich aus dem ganzen Weltenall herausgenommen sind, daß der Mensch ein Wundergebilde ist mit Bezug auf seinen physischen Leib. Wer die Gefühle empfinden kann, welche ausgesprochen sind in dem ersten Gespräch des zweiten Mysteriendramas «Prüfung der Seele», wird sich eine Vorstellung machen können davon, wie ein einzelner Mensch in bezug auf seinen physischen Leib durch alle möglichen Hierarchien in dieses sein physisches Dasein gestellt ist; wie eine ganze Götterwelt es als ihr Ziel ansieht, diesen Menschen in das physische Dasein hineinzustellen. Nun lernen wir so recht kennen, welche Bedeutung dieser physische Leib hat, wenn wir die Beobachtung der hellsichtigen Erkenntnis ein wenig ins Auge fassen.

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