Geisteswissenschaft als Gesinnung Der Ätherleib als Abspiegelung des Weltenalls

GA 159/1915-06-13/p017 ·1915-06-13 · original (original)
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Aber so wie die Erde durch den physischen Leib denkt, so imaginiert sie — Sie wissen ja, was imaginative Erkenntnis ist —, so imaginiert sie alles dasjenige, was auf der Erde selbst nicht irdisch ist, was zu der Erde gehört aus dem ganzen Kosmos. Das imaginiert sie im Ätherleib. Im schlafenden physischen Leib des Menschen erkennt man Gehirnteile der Erde, und im Ätherleib des Menschen, wenn er schläft, erkennt man ein Imaginieren desjenigen Weltenalls, das zunächst zur Erde gehört. Da spielt in wunderbaren Bildern in den Ätherleib all das herein, was aus der Ätherwelt der Erde als Kräfte zufließen muß, damit die Geschehnisse dieser Erde sich abspielen können. So wahr der Mensch als physischer Mensch zur Erde gehört, so wahr gehört er als Äthermensch den Himmeln an. Und nur deshalb können wir unseren physischen Leib für uns selbst als Denkorgan gebrauchen, weil er zum Denken geschaffen ist, weil ihn sozusagen die Erde während des Wachens abgibt. Auch nur deshalb können wir unseren Ätherleib so gebrauchen, daß er uns die Lebenskräfte gibt, weil uns ihn die Himmel abgeben während des Wachens, und weil die Kräfte der Imagination der Himmel während des Wachens in uns in Lebenskräfte verwandelt werden. So daß wir von unserem Ätherleib nicht bloß wie von einem Nebelgebilde sprechen wollen, sondern davon, daß er in sich ein die Himmel spiegelndes, mikrokosmisches Gebilde ist.

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