Geisteswissenschaft als Gesinnung Der Ätherleib als Abspiegelung des Weltenalls
Wenn man so etwas erörtert, muß man ausdrücklich daraufaufmerksam machen, daß das, was zu sagen ist über diese Sache, nicht etwa von jedem Kriege, der in der Entwickelung der Menschen auf Erden stattgefunden hat, gilt. Was geistig geschieht und durch die Geisteswissenschaft betrachtet werden soll, liegt nicht so einfach, wie es sich die Naturwissenschaft macht. Andere Kriege der früheren Zeiten erforderten, daß eben anders über sie gesprochen werde. Dasjenige, was ich zu sagen habe, gilt von den gegenwärtigen schicksaltragenden Zeiten. Denken Sie einmal das Folgende: Bei verschiedenen Anlässen, bei verschiedenen Gelegenheiten hat betont werden müssen, daß es nicht einer Willkür entspringt, wenn wir heute Geisteswissenschaft treiben, sondern daß es wirklich im Entwickelungsprozeß der Menschheit liegt, daß die Menschen allmählich bekanntwerden mit der Geisteswissenschaft. Wir wissen ja, wie eine jede Epoche der Erdenentwickelung der Menschheit eine bestimmte Aufgabe hat. Aus verschiedenen Zyklen können wir das entnehmen. Und erkennen können wir, daß das Heil der künftigen, der nächstkünftigen Entwickelung der Menschheit nur erblühen kann, wenn wirklich das, was durch die Geisteswissenschaft geoffenbart werden kann, geistiges Eigentum einer größeren und immer größeren Anzahl von Seelen werde.
Cite:
GA 159/1915-06-13/p021 · edition original