Geisteswissenschaft als Gesinnung Der Ätherleib als Abspiegelung des Weltenalls

GA 159/1915-06-13/p024 ·1915-06-13 · original (original)
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Sie können auch in anderer Weise verwendet werden. Das Menschenleben muß sich im Lichte der Freiheit entwickeln. Nehmen wir einmal an, es würde Ahriman wirklich gelingen, den Gedanken der Menschen und die Vernunft der Menschen soweit zu verdunkeln, daß sie alle Geisteswissenschaft ablehnen würden. Dann würden diese Ätherleiber doch da sein, aber es wären keine geisteswissenschaftlich begeisterten Seelen da, die diese Kräfte in den Dienst des Erdenfortschrittes stellen. Da würden dann Luzifer oder Ahriman eingreifen können und würden entweder in die Welt hinein, die sich Luzifer, oder in die Welt hinein, die sich Ahriman aufbaut, diese Kräfte verwenden können. Bedenken Sie, daß etwas ungeheuer Bedeutungsvolles damit ausgesprochen ist! Ausgesprochen ist damit, daß es gewissermaßen in die Hand der Menschen gelegt ist, in welcher Weise die Kräfte, die durch Opfertode der Welt verliehen worden sind, dem Erdenprozeß einverleibt werden. Daß sie die Möglichkeit haben, das durch die Geisteswissenschaft Angefachte zu inspirieren, das wird diese Kräfte dem Fortschritt der Erdenentwickelung dienstbar machen. Sonst aber könnte es sein — wenn der Materialismus alle Geister ergreifen würde, oder wenn Nationalismus sich in einer rein leidenschaftlichen Weise ausbreiten würde -, daß Luzifer oder Ahriman diese Kräfte in ihren Dienst stellen würden; dann würde der Erdenfortschritt von diesen Kräften nichts haben können. Da geht einem, wenn man diese Zusammenhänge bedenkt, die ganze tiefe Bedeutung der Geisteswissenschaft für die menschliche Erdenentwickelung erst auf. Da lernt man erst sich sagen: Wie notwendig ist es, damit Opferkräfte im rechten Sinne in der Entwickelung verwertet werden, wie notwendig ist es, daß einzelne Menschen, die dazu imstande sind, ergriffen werden von dem, was als Gesinnung aus der Geisteswissenschaft hervorgehen kann! — Und zu etwas ungeheuer Heiligem wird diese Geisteswissenschaft, wenn man sie im Zusammenhange betrachtet mit dem geistigen Werdegang, wie er sich ausdrückt auch in unseren schicksaltragenden Tagen. Die Gesinnung, die uns aus der Geisteswissenschaft werden kann, wird dadurch zu etwas Gebetartigem, das sich zusammenfassen läßt in die Worte: Laß uns nur recht, o Weltengeist, durchdrungen sein von dieser geisteswissenschaftlichen Gesinnung, damit wir nicht verfehlen, das, was sein kann zu der Erde Heil und der Erde Fortschritt, Luzifer und Ahriman im rechten Sinne abzutrotzen!

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