Geisteswissenschaft als Gesinnung Der Ätherleib als Abspiegelung des Weltenalls
An einer bedeutungsvollen Stelle des Baues, da wo er gegen Osten hin sich wendet, wird sich eine bildhauerische Gruppe befinden. In dieser bildhauerischen Gruppe soll insbesondere zum Ausdruck gebracht werden dasjenige, wovon das Bewußtsein unserer Zeit sich im rechten Maße durchdringen muß. Diese Gruppe wird, ganz abgesehen von dem, was dazukommen wird, im wesentlichen aus drei Figuren bestehen. Drei Wesenheiten werden in dieser Gruppe zum Ausdruck kommen. Es wird eine Art Felsen da sein. Dieser Felsen hat einen Vorsprung nach vorne, und in diesem Vorsprung ist eine Höhle. Auf dem Felsenvorsprung steht die Hauptfigur. Diese Hauptfigur, man wird sie nennen können, wie man will, aber man wird in ihr zu sehen haben den Repräsentanten des Erdenmenschen im höchsten Sinne des Wortes. Und will man in demjenigen Menschen, der drei Jahre seines Erdenlebens in sich die Christus-Wesenheit getragen hat, das Ideal des Erdenmenschen sehen, so wird man in dieser Hauptfigur auch den Christus sehen können. Aber das darf nicht so geschehen, daß man etwa vor diese Gruppe tritt mit dem Bewußtsein, das soll der Christus sein, sondern alles muß künstlerisch gefühlt werden. Das heißt, es darf nicht äußerlich symbolisch gedeutet werden, sondern alles muß aus den Formen selbst folgen.
Cite:
GA 159/1915-06-13/p026 · edition original