{"corpus":"steiner","locus":"GA 159/1915-06-13/p027","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Hier oben ist eine zweite Wesenheit. Diese Wesenheit hat hier ein menschenähnliches, ich kann nur sagen menschenähnliches Haupt. Das Haupt ist wirklich so, daß man sagen kann, ein menschliches Haupt erinnert an dieses Haupt. Denn dieser Kopf ist so gebildet, daß \"mächtig ausgebildet ist die Schädelpartie, namentlich die Stirnpartie. Während beim Menschen diese Teile da oben verhältnismäßig unbeweglich sind, ist bei diesem Wesen alles beweglich. Alles ist seelischer Ausdruck. So wie der Mensch seine Hände bewegen kann mit den Fingern, aber nicht diese Partie hier, so kann diese Wesenheit hier oben alles bewegen. Und man sieht es der bildhauerischen Arbeit an, daß da oben alles beweglich ist. Sehr zurücktretend ist bei dieser Wesenheit die untere Partie des Gesichtes. Man möchte sagen, es wölbt sich die mächtige Schädelbildung über das zurücktretende Gesicht. Ich kann nur einzelne Teile besprechen, denn es ist jeder einzelne Strich an dieser Figur von einer großen Bedeutung. Dann ist aber das Eigentümliche, daß eine Verbindung zwischen dem, was beim Menschen zum Kehlkopf verkümmert ist, und dem Ohr bei dieser Gestalt besteht. Das, was als Kehlkopfläppchen darin ist, wölbt sich herauf und bildet den unteren Teil der Ohren. Der obere Teil wird durch die Stirnpartie gebildet. Auf der andern Seite schließen sich zwei an Vogelflügel erinnernde Gebilde an, zwischen denen dann ein Leib ausgebreitet ist, der so ist, wie wenn es ein umgestaltetes menschliches Antlitz im ganzen wäre. Flügel und Kehlkopf und Ohr sind in einem gebildet, so daß man erkennen wird: mit den Flügeln lebt das Wesen in der Sphärenharmonie drinnen, schwingt sich durch den Raum, durch die Wellen der Sphärenharmonie, und das lokalisiert sich im Ohr. Bei dem Menschen ist das alles verkümmert. Dadurch nun, daß der Menschheitsrepräsentant die linke Hand hier hinaufhebt, werden dieser Gestalt auf dem Felsen die Flügel gebrochen, und dadurch stürzt sie vom Felsen herunter. — Sie ahnen: mit dieser Gestalt, die da vom Felsen herunterstürzt, mit ihren gebrochenen Flügeln, ist Luzifer gemeint.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Geisteswissenschaft als Gesinnung Der Ätherleib als Abspiegelung des Weltenalls","site_heading":null,"date":"1915-06-13","location":null,"word_count":321,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/159/1915-06-13/p027","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/159/1915-06-13/p027"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/159/1915-06-13/p027"}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"also_served_as":{"lectures":["1915-06-13_02"],"note":"The identical text is also served under the loci listed here. They are the SAME witness under different ids, not independent attestations: do not cite two of them as corroborating each other."}}