Geisteswissenschaft als Gesinnung Der Ätherleib als Abspiegelung des Weltenalls
Nicht darum kommen wir in unseren Zweigen zusammen, daß wir dieses oder jenes theoretisch lernen, was uns Geisteswissenschaft enthüllen kann, sondern darum kommen wir zusammen, daß alles, was in unseren Seelen lebt, erfüllt wird von einer Gesinnung, die aus dieser Geisteswissenschaft erfließen kann. Nicht was wir denken aus der Geisteswissenschaft, sondern wie wir es denken, empfinden, fühlen und wollen, darauf kommt es an. Und ob das Kleinste oder das Größte, was wir in der Erdenentwickelung der Menschheit beobachten können, vor unser Seelenauge tritt, überall kann uns vor Augen treten, wie es für den Menschen der Zukunft notwendig ist, sich gerade mit dem bekanntzumachen, was die Dreiheit Christus, Luzifer, Ahriman bedeutet. Nicht hat sehen können Michelangelo, nicht haben sehen können die Zeiten, die bisher vergangen sind, in der richtigen Weise, wie diese Dreiheit in der Welt dasteht. Aber man wird auch den Christus in seiner Wesenheit erst richtig erkennen, wenn man ihn sieht in seinem Verhältnis zu dem, was in der Welt wirkt wie der Nord- und Südpol: Luzifer und Ahriman.
Cite:
GA 159/1915-06-13/p034 · edition original