Gemeinsamkeit Über Uns Christus In Uns

GA 159/1915-06-15/p010 ·1915-06-15 · original (original)
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Und das dritte wird sein, daß die Menschen in der sechsten Kulturperiode Erkenntnisse überhaupt nur zu haben vermeinen werden, wenn sie Geistiges erkennen, wenn sie erkennen, daß in der Welt das Geistige ausgebreitet ist und daß die Menschenseelen sich mit dem Geistigen verbinden müssen. Was man heute Wissenschaft nennt, und was als Wissenschaft eine materialistische Färbung trägt, wird in der sechsten Kulturperiode gar nicht mehr Wissenschaft heißen. Das wird man betrachten als einen alten Aberglauben, der nur denjenigen Menschen eigentümlich sein kann, die auf der Stufe der fünften, dann überstandenen nachatlantischen Kulturperiode zurückgeblieben sind. Heute betrachten wir es als alten Aberglauben, sagen wir, wenn der Neger meint, daß kein Glied seines Leibes nach seinem Tode abgetrennt werden dürfe von seinem Leibe, weil er dann nicht als ein ganzer Mensch in die geistige Welt eintreten könne. Es verknüpft heute noch der Neger den Unsterblichkeitsgedanken mit reinem Materialismus, mit dem Glauben nämlich, daß irgendein Abdruck seiner gesamten Form in die geistige Welt eingehen müsse. Wie er also im Grunde materialistisch denkt, aber an Unsterblichkeit glaubt, während wir heute, da wir aus unserer Geisteswissenschaft wissen, daß wir das Geistige vom Leibe zu trennen haben und daß nur das Geistige in die übersinnliche Welt eingeht, wie wir heute jenen materialistischen Unsterblichkeitsglauben als einen Aberglauben betrachten müssen, so wird aller materialistischer Glaube, auch in der Wissenschaft, in der sechsten nachatlantischen Kulturperiode als alter Aberglaube da sein. Und als Wissenschaft wird ganz selbstverständlich für die Menschen nur dasjenige gelten, was, wie die Geisteswissenschaft sagt, Pneumatologie, Geistiges zur Grundlage hat.

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Cite: GA 159/1915-06-15/p010 · edition original