Dritter Vortrag

GA 161/1915-01-30/p040 ·1915-01-30 · original (original)
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Und wiederum finden wir eine Zeit, in welcher wir sehen können, wie die Menschen mit ihrer Vernunft, mit ihrem Verstand, auch mit ihrem Gefühlsvermögen sich herumzanken über allerlei Dogmen, Dogmen, die heute den Aufgeklärten recht sonderbar vorkommen: ob es richtig sei, die Kommunion unter einer oder unter zwei Gestalten zu nehmen und so weiter. Wir wissen, mit welcher Heftigkeit diese Streitigkeiten spielten, die dann später im Hussitismus, bei Wiclif und so weiter, zum Austrag gekommen sind. Aber solche Streitigkeiten gab es immer. Sie sind ein Beweis dafür, wie wenig heranreichte der Verstand des Menschen an dasjenige, was der Christus-Impuls wirklich war.

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