Zwölfter Vortrag

GA 161/1915-05-01/p014 ·1915-05-01 · original (original)
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Wir wissen heute schon, seit längerer Zeit schon, eine Antwort zu geben über die genauen Eigenschaften dieses dem Menschen zugrunde liegenden, unsichtbaren Gespenstes. Nehmen wir zunächst diese philosophischen Darbietungen der Gegenwart, so werden wir zugeben, es liegt auch dem Menschen ein unsichtbares Gespenst zugrunde. Wir fragen uns nun: Können wir über dieses unsichtbare Gespenst etwas wissen? — Jawohl; so wie der Mensch durch die sinnlichen Wahrnehmungen und durch die Gedanken, die an das Gehirn gebunden sind, Erkenntnisse über die äußere Welt erwirbt, erweitert auch dieses Wissen sich: denn in dem Gespenste leben die Imaginationen, lebt dasjenige, was wir beschrieben haben als imaginative Erkenntnis. Wir würden sehen können: nicht nur dem Hühnerei liegt ein unsichtbares Gespenst zugrunde, sondern im Menschen steckt der ätherische Leib darinnen, der, wenn ihm die Möglichkeit gegeben wird - es ist dies in unseren Schriften schon ausgesprochen -, sich vom physischen Leibe frei macht und eine imaginative Erkenntnis entwickelt, eine Erkenntnis, die in Imaginationen in der Welt arbeitet, die in bewegten Imaginationen vor der Seele steht.

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Cite: GA 161/1915-05-01/p014 · edition original