Zwölfter Vortrag

GA 161/1915-05-01/p026 ·1915-05-01 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Ich habe Sie schon darauf aufmerksam gemacht, daß das so ist, wie wenn jemand sagte: Ich gehe über die Straße; da sind Fuß- und Räderspuren. Woher sind diese Räderspuren gekommen? Die Erde unten, die hat das wohl gemacht, die Erde hat die Fuß- und Räderspuren selbst hervorgetrieben. - Logisch ganz auf derselben Stufe steht der, welcher denkt, das Gehirn macht durch sich selber solche Eindrücke. Ganz dasselbe ist es, wenn einer auf der Straße geht, auf der Straße allerlei Spuren sieht und dann sagt: Aha, da ist diese Erde da, die ist innerlich mit allerlei Kräften fein durchzogen, mit Kräften, die solche Spuren machen. - Ganz dasselbe ist es, wenn der Physiologe kommt und das menschliche Gehirn anschaut und darin alle möglichen Vorgänge konstatiert und sagt: Das macht alles das Gehirn. - So wenig diese Spuren am Erdboden bewirkt werden durch den Erdboden selber, sondern durch die Menschen und Wagen, die sich auf dem Wege fortbewegen, so wenig wird das, was der Anatom und der Physiologe entdecken, bewirkt durch das Gehirn, sondern vielmehr durch die Kräfte, die sich im Ätherleibe bewegen.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/161/1915-05-01/p026.json
Cite: GA 161/1915-05-01/p026 · edition original