Zwölfter Vortrag

GA 161/1915-05-01/p037 ·1915-05-01 · original (original)
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Gewiß, viele Leute sagen: Ach, die Theosophie muß darinnen bestehen, daß der Mensch vor allen Dingen in seinem Ich eins wird mit der ganzen Welt. - Dieses «Einswerden», dieses «Entwickeln des Gottmenschen im Menschen», diese «Auffindung des göttlichen Ich» und so weiter sind beliebte Phrasen von solchen, die Theosophen sein wollen, ohne die Theosophie zu kennen. Das alles entspringt nur daraus, daß man sich nicht einlassen will auf die Entwickelung von Herzenswärme, auch wenn man nicht mehr unterstützt wird durch die Lebenswärme des physischen Herzens. Geradeso wie Lichtenberg gesagt hat: «Wenn ein Kopf und ein Buch zusammenstoßen, und es klingt hohl, so muß nicht gerade das Buch daran schuld sein», könnte man sagen: Wenn ein Mensch mit Geisteswissenschaft zusammenkommt, und er findet darin eben die Herzenswärme nicht, so muß ja nicht die Geisteswissenschaft daran schuld sein. - Alles das, was ich jetzt als normalen Gang zum Hellsehertum beschrieben habe, besteht darinnen, daß der Mensch seinen Ätherleib, ja selbst auch die höheren Glieder der Organisation, heraushebt aus dem physischen Leibe, daß er sich ein Herz eingliedert außerhalb des Umfangs des physischen Leibes.

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Cite: GA 161/1915-05-01/p037 · edition original