{"corpus":"steiner","locus":"GA 161/1915-05-01/p045","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Fragen Sie sich jetzt: Wie leben wir eigentlich, wenn wir in unserem Denken leben? Ich möchte sagen, in unserem Denken leben wir hart an der Grenze der Ewigkeit. In dem Augenblicke, wo wir den physischen Leib ausschalten und von dem Ätherleibe unsere Gedanken zurückstrahlen lassen, leben wir in dem, was wir durch die Pforte des Todes tragen. Solange wir von dem physischen Leibe die Gedanken zurückstrahlen lassen, leben wir in dem, was zwischen der Geburt und dem Tode da ist. Wenn wir aber wollen, so gehört unser Wollen lediglich unserem physischen Leibe an. Unser physischer Leib ist da, damit er Tätigkeit entwickle. Während das Denken sozusagen schon an der Pforte der Ewigkeit steht, ist das Wollen für den physischen Leib gestiftet.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Zwölfter Vortrag","site_heading":null,"date":"1915-05-01","location":null,"word_count":121,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/161/1915-05-01/p045","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/161/1915-05-01/p045"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/161/1915-05-01/p045","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}